- 1.Die Checkliste für den optimalen Arbeitsplatz
- 2.1. Der ergonomische Bürostuhl – Ihr Fundament
- 3.2. Der Schreibtisch und die Peripherie
- 4.3. Monitor: Höhe, Abstand und Beleuchtung
- 5.4. Dynamisches Arbeiten: Warum Sitzen das neue Rauchen ist
- 6.5. Ergonomie im Homeoffice: Gesund arbeiten auch ohne Profi-Büro
- 7.Ergonomie für Arbeitgeber: Gesetzliche Vorgaben & Verantwortung
- 8.Wenn Sie unsicher sind: Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG mit ProSafecon
Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Büroalltag und sind oft direkte Folgen eines falsch eingerichteten Arbeitsplatzes. Ergonomie im Büro ist längst kein Trend mehr, sondern die zentrale Grundlage für gesundes und effizientes Arbeiten. Sie beschreibt die systematische Anpassung der Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse des Menschen, um typische Büro-Beschwerden wie Karpaltunnelsyndrom, Nackenverspannungen oder chronische Rückenschmerzen zu vermeiden.
Ergonomie bedeutet: einen Arbeitsplatz so zu gestalten, dass der Mensch gesund, effizient und komfortabel arbeiten kann.
Ein ergonomisch optimierter Arbeitsplatz…
- reduziert Rücken- und Nackenschmerzen
- erhöht Konzentration und Leistungsfähigkeit
- verringert Stress und Müdigkeit
- beugt langfristigen Haltungsschäden vor
- steigert das allgemeine Wohlbefinden
Schon kleine ergonomische Anpassungen führen zu deutlichen Verbesserungen – und das oft ohne große Investitionen.
Die Checkliste für den optimalen Arbeitsplatz
Die wichtigste Frage lautet: „Wie richte ich meinen Arbeitsplatz ergonomisch richtig ein?“
Hier finden Sie die wichtigsten Schritte für eine optimale Büroergonomie.
Der Bürostuhl ist eines der wichtigsten ergonomischen Elemente im Büro und entscheidet maßgeblich darüber, ob Rückenprobleme entstehen oder nicht.
1. Der ergonomische Bürostuhl – Ihr Fundament
- Höhe: Die Stuhlhöhe so einstellen, dass die Füße flach auf dem Boden oder einer Fußstütze stehen. Ober- und Unterschenkel sollten einen Winkel von mindestens 90 Grad bilden.
- Armlehnen: Auf Höhe der Tischoberfläche einstellen, um Schultern und Nacken zu entlasten.
- Rückenlehne: Die integrierte Lordosenstütze nutzen, um die natürliche S-Form der Wirbelsäule zu unterstützen. Die Lehne sollte den gesamten Rücken bis zu den Schulterblättern stabilisieren.

2. Der Schreibtisch und die Peripherie
Eine ergonomische Tischhöhe sowie die korrekte Position von Tastatur und Maus sind entscheidend, um Sehnenscheidenentzündungen, Schulterverspannungen oder das Karpaltunnelsyndrom zu verhindern.
- Tischhöhe: Die Tischplatte sollte je nach Körpergröße auf einer Höhe von etwa 72–76 cm liegen – oder so eingestellt sein, dass die Ellbogen in entspannter Haltung aufliegen.. Unterarme liegen locker auf – idealer Winkel: 90–100 Grad.
- Tastatur & Maus: Immer nah am Körper platzieren, damit die Handgelenke gerade bleiben.
Ergonomische Extras wie vertikale Mäuse oder Trackballs können Beschwerden deutlich reduzieren.
3. Monitor: Höhe, Abstand und Beleuchtung
Ein falsch eingestellter Monitor ist eine der häufigsten Ursachen für Nackenverspannungen und überlastete Augen.
- Abstand: Optimal sind 50–70 cm bzw. eine Armlänge.
- Höhe: Die obere Bildschirmkante sollte auf Augenhöhe oder leicht darunter liegen. Der Blick sollte leicht nach unten fallen (ca. 35°).
- Beleuchtung: Blendung durch Fenster oder Lampen vermeiden. Eine indirekte, gleichmäßige Beleuchtung schützt die Augen und steigert die Konzentration.
4. Dynamisches Arbeiten: Warum Sitzen das neue Rauchen ist
Ergonomie bedeutet nicht nur richtig sitzen – sondern abwechselnd sitzen, stehen und bewegen. Der Schlüssel: dynamisches Arbeiten.
Der Steh-Sitz-Wechsel
Mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch können Sie Ihren Rücken erheblich entlasten. Die bewährte 60/30/10-Regel lautet:
- 60 % Sitzen
- 30 % Stehen
- 10 % aktive Bewegung / Pausen
Optimal ist ein Positionswechsel alle 30 bis 60 Minuten.
Büro-Workout und Pausen
Lange Bildschirmarbeit überlastet nicht nur die Wirbelsäule, sondern auch die Augen.
Die 20-20-20-Regel:
Alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt in 20 Fuß (ca. 6 Metern) Entfernung schauen.
Kurze Dehnübungen am Arbeitsplatz:
- Nacken: Kopf langsam zur Seite neigen, Dehnung halten
- Schultern: Vorwärts und rückwärts kreisen
- Handgelenke: Finger nach unten ziehen, Unterarme dehnen
Regelmäßige Mikro-Pausen verbessern die Durchblutung und reduzieren Verspannungen.
5. Ergonomie im Homeoffice: Gesund arbeiten auch ohne Profi-Büro
Im Homeoffice wird oft improvisiert – und das führt fast zwangsläufig zu Fehlhaltungen. Mit einfachen ergonomischen Tricks lässt sich jedoch viel verbessern.
Sofort umsetzbare Tipps
- Laptop immer mit externer Tastatur & Maus nutzen
- Laptop erhöht positionieren (z. B. auf Bücherstapel)
- Stuhl mit Kissen als Rückenstütze optimieren
- Fußstütze improvisieren (z. B. Kiste)
- Tageslicht nutzen, aber blendfrei platzieren
Low-Budget-Lösungen
- Monitorständer → Bücher oder Kartons
- Fußstütze → Schuhkarton
- Lendenstütze → zusammengerolltes Handtuch
Ergonomie für Arbeitgeber: Gesetzliche Vorgaben & Verantwortung
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, sichere und ergonomisch angemessene Arbeitsbedingungen sicherzustellen.
Wichtige Anforderungen (Deutschland)
- Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG
- Einhaltung der Bildschirmarbeitsverordnung
- Bereitstellung ergonomischer Arbeitsmittel
- Unterweisung und Schulung der Mitarbeitenden
Was Arbeitgeber konkret tun sollten
- Ergonomie-Checklisten bereitstellen
- Mitarbeitende beim Einrichten unterstützen
- Ergonomische Büroausstattung bereitstellen
- Höhenverstellbare Tische fördern
- Workshops oder Schulungen zur Büroergonomie anbieten
Checkliste: Ist dein Arbeitsplatz ergonomisch?
Schnellcheck (Ja/Nein)
- Sitze ich aufrecht und stütze meinen Rücken?
- Steht der Monitor auf Augenhöhe?
- Arbeite ich im richtigen Abstand?
- Sind Maus & Tastatur nah am Körper?
- Stehe und bewege ich mich regelmäßig?
- Habe ich ausreichend und blendfreies Licht?
- Nutze ich dynamische Sitzhaltungen?
→ Je mehr „Ja“, desto ergonomischer und gesünder dein Arbeitsplatz!
Wenn Sie unsicher sind: Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG mit ProSafecon
Sind Sie nicht sicher, ob Sie oder Ihre Mitarbeitenden tatsächlich ergonomisch sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen haben? Dann ist eine professionelle Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG die sinnvollste Lösung.
Gemäß ArbSchG (§ 5) müssen Arbeitgeber alle Arbeitsplätze systematisch auf Gefährdungen prüfen – darunter auch:
- ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
- Bildschirm- & Bürotätigkeiten
- körperliche Belastungen
- psychische Belastungsfaktoren
- Arbeitsumgebung & Beleuchtung
ProSafecon übernimmt diese Aufgabe für Sie
ProSafecon führt für Ihr Unternehmen eine vollständige, rechtskonforme Gefährdungsbeurteilung durch – inklusive:
- Analyse aller ergonomisch relevanten Arbeitsbedingungen
- Bewertung der Arbeitsplatzrisiken
- Empfehlungen für ergonomische Verbesserungen
- rechtssichere Dokumentation gemäß ArbSchG
- Unterstützung bei Maßnahmenumsetzung
Mehr Informationen:
https://prosafecon.de/gefahrdungsbeurteilung/
Fazit
Ergonomie im Büro bedeutet nicht, teure Möbel zu kaufen – sondern bewusst und körperfreundlich zu arbeiten.
Mit kleinen Optimierungen an Sitzposition, Monitorhöhe, Arbeitsplatzgestaltung und Pausenverhalten lassen sich Beschwerden deutlich reduzieren und die Produktivität nachhaltig steigern.
Quellen
Arbeitsschutz-Portal (Ergonomie im Büro)
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Bildschirmarbeit
OSHA – Occupational Safety and Health Administration
EU-OSHA – Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz