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Der Brandschutzplan: Erstellung, Inhalte und Aktualisierung

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Für die Sicherheit von Gebäuden und deren Nutzer ist der Brandschutzplan ein unverzichtbares Instrument im Brandfall und dieser Artikel untersucht verschiedene Aspekte rund um die Erstellung von Brandschutzplänen.

Wir beginnen bei der Definition und Bedeutung des Brandschutzplans und schauen uns ebenfalls die rechtlichen Anforderungen, Erstellungsprozesse und die beteiligten Akteure an.

Abschließend wird die Notwendigkeit regelmäßiger Anpassungen erläutert, um die Funktionalität des Brandschutzplans dauerhaft zu gewährleisten.

Was versteht man unter einem Brandschutzplan?

Mit dem Begriff Brandschutzplan ist eine graphische Darstellung der Brandschutzmaßnahmen in einem Gebäude assoziiert. Er umfasst Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrpläne sowie Brandschutzvisualisierungspläne.

Häufig sind sie baurechtskonform vorgeschrieben. Man kann sie nicht irgendwie erstellen, sondern Normen wie die DIN ISO 23601 regeln ihre Erstellung und Gestaltung. Brandschutzpläne dienen der Unterstützung im Brandfall für Nutzer, Rettungskräfte und Feuerwehr. Flucht- und Rettungspläne zeigen Fluchtwege, Feuerwehrpläne geben einen Überblick über Gebäudestrukturen und Technik. Mithilfe von Brandschutzvisualisierungsplänen werden diese Informationen kombiniert, und ein Brandschutzatlas fasst mehrere Brandschutzpläne eines Objekts zusammen.

Die Hauptaufgabe ist sowohl die Visualisierung der Brandschutzkonzepte zur sicheren Evakuierung, also auch die Unterstützung der Feuerwehreinsatzkräfte. Daher sind Brandschutzpläne ein zentraler Bestandteil des vorbeugenden baulichen Brandschutzes.

In unserem Artikel zum Thema „Vorbeugender Brandschutz und abwehrender Brandschutz“ erfahren Sie mehr über den Unterschied.

Wann sind Brandschutzpläne Pflicht?

Brandschutzpläne für bauliche Anlagen werden meist vom Baurecht und der Norm gefordert, um die Sicherheit bei einem Brand zu gewährleisten. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich abhängig von der Gebäudekategorie, Nutzung und Größe. Üblicherweise verlangen Bauordnungen Brandschutzpläne für größere Gebäude wie Hochhäuser, Versammlungsstätten, Industrieanlagen oder Sonderbauten. Ebenso müssen Krankenhäuser, Schulen und Hotels häufig über aktuelle Brandschutzpläne verfügen. Letztere dienen dazu, die Feuerwehr bei einem Brand zu unterstützen. Sie enthalten wichtige Details über Gebäudeaufbau, Sicherheitstechnik, Zufahrten und die Löschwasserversorgung.

Normen wie DIN 14096 regeln Inhalt und Gestaltung von Feuerwehrplänen, die Teil eines Brandschutzplans sein können. Diese müssen verständlich, auf dem aktuellsten Stand und für die Einsatzkräfte leicht zugänglich sein. 

Was beinhaltet ein Brandschutzplan?

Ein Brandschutzplan gibt Einsatzkräften und Nutzern eine Übersicht über brandschutztechnische Einrichtungen und Fluchtwege des Gebäudes. Während der Planungsphase werden relevante Informationen gesammelt und in einem Bild visualisiert. Feuerwehrpläne enthalten Details zur Gebäudestruktur, Zufahrten, Löschwasserversorgung und technischen Anlagen zur Orientierung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Rettungspläne zeigen deutlich die Fluchtwege und Rettungswege für eine sichere Evakuierung der Gebäudenutzer auf.

Die Pläne müssen stets aktuell gehalten werden, damit sie ihren Zweck der schnellen Informationsübermittlung erfüllen können. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Anpassung unerlässlich, insbesondere bei Änderungen an Gebäuden. Im heutigen digitalen Zeitalter sind Brandschutzpläne oftmals digital als Download verfügbar, können aber auch als Aushang in Gebäuden bereitgestellt werden. Sie geben den Einsatzkräften die nötige Übersicht und Orientierung, um im Ernstfall effizient und koordiniert vorgehen zu können.

Die Legende des Brandschutzplans: Wichtige Symbole zur schnellen Orientierung

Die Symbole im Brandschutzplan dienen der schnellen Orientierung und müssen daher klar und einheitlich gestaltet sein. Hierbei kommt eine gute Legende zum Einsatz. Sie erklärt die Bedeutung der verwendeten Symbole. Und zu den typischen Symbolen der Legende gehören Fluchtwege und Notausgänge sowie Feuerlöscher, Wandhydranten und andere relevante Sicherheitseinrichtungen. Häufig kommen auch genormte Piktogramme zum Einsatz, die international verständlich sind.

Die Legende enthält zudem Erklärungen zu Sonderzeichen wie Richtungspfeilen, Maßstabsangaben und Regionaleinteilungen des Plans. Auch Abkürzungen oder Kürzel werden hier aufgeschlüsselt.

Die Verständlichkeit des Brandschutzplans wird durch eine übersichtlich gestaltete und vollständige Legende deutlich erhöht. Denn bei der Orientierung während einer Notsituation ist kaum Zeit, die Bedeutung unklarer Symbole zu eruieren.

Sie möchten wissen, wie viele Feuerlöscher Sie benötigen? Unser Löschmitteleinheiten Rechner gibt Ihnen Auskunft darüber!

Wer erstellt den Brandschutzplan?

Die Erstellung eines Brandschutzplans ist ein komplexer Prozess. Feuerwehrpläne können von sachkundigen Personen in Übereinstimmung mit DIN 14095 erstellt werden. Flucht- und Rettungspläne können von qualifizierten Personen nach DIN ISO 23601 erstellt werden. Deshalb erfordert die Brandschutzplan Erstellung die Expertise verschiedener Akteure, sodass in der Regel die folgenden Parteien an der Planung beteiligt sind:

  • Brandschutzexperten und Ingenieure bringen ihr Fachwissen rund um baulichen Brandschutz, Sicherheitstechnik und Normen ein. Sie koordinieren den gesamten Planungsprozess.
  • Architekten und Bauzeichner steuern Planunterlagen und Gebäudedaten bei, die in den Brandschutzplan einfließen. Zudem sind oft auch Fachplaner für Haustechnik, Elektro- oder Sicherheitskonzepte mit eingebunden.
  • Die Feuerwehr hat eine beratende Funktion. Sie gibt wertvolle Hinweise, welche Informationen für die Einsatzkräfte essentiell sind. Dabei werden die genauen Anforderungen an den Feuerwehrplan festgelegt.
  • Gebäudebetreiber oder Eigentümer sind ebenfalls eingebunden. Warum? Sie setzen den Brandschutzplan letztendlich um und müssen die laufende Aktualisierung sicherstellen und zur Verfügung stellen. 

Als externer Brandschutzbeauftragter unterstützen wir Sie gerne bei der Erstellung von Brandschutzplänen. Kontaktieren Sie uns jetzt!

Wie oft müssen Brandschutzpläne aktualisiert werden?

Ein regelmäßiges Update der Brandschutzpläne ist eine obligatorische Angelegenheit. Der Grund ist offensichtlich. Es geht um die Gewährleistung der kontinuierlichen Verfügbarkeit und Korrektheit. Die genauen Anforderungen hierfür sind in den bereits erwähnten Normen wie der DIN ISO 23601 festgelegt.

Die Planung sollte einen festgelegten Revisionsrhythmus vorsehen. Wie könnte dieser gestaltet werden? Anpassungen könnten beispielsweise jährlich oder bei größeren Umbaumaßnahmen durchgeführt und Veränderungen an Gebäudestruktur oder Nutzung zeitnah in die Pläne eingearbeitet werden.

Hierbei müssen nicht nur die Feuerwehrpläne überarbeitet werden, sondern ebenso der gesamte Brandschutzplan inklusive der Rettungsplan. Nur so ist die korrekte Darstellung der Fluchtwege, Sicherheitseinrichtungen und baulichen Brandschutzvorkehrungen sichergestellt. Die Aktualisierung erfolgt in der Regel durch die Ersteller der Ursprungspläne wie Brandschutzplaner, Architekten und Fachingenieure. Auch die Feuerwehr wird häufig erneut eingebunden.

Eine kontinuierliche Verfügbarkeit aktueller Pläne ist von enormer Bedeutung für die Gebäudesicherheit. Veraltete Unterlagen können im Ernstfall fatale Folgen haben. Daher ist eine regelmäßige Anpassung gemäß den Normen ein zentraler Bestandteil des vorsorgenden Brandschutzes.

Quellen:

https://www.din.de/de/meta/suche/62730!search?query=DIN+ISO+23601+

https://www.din.de/de/meta/suche/62730!search?query=DIN+14095+

https://www.dinmedia.de/de/norm/din-14096/199452736

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