FASI, Sifa, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeauftragter – wo liegt der Unterschied?

Man könnte meinen, dass der Begriff der „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ einfach abgekürzt wurde – wie es oft im Deutschen vorkommt bei sperrigen Begriffen. Um sicher zu stellen, dass wir bei all den verschiedenen Begriffen von derselben Funktion sprechen, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag gerne einen kurzen Überblick geben und die Begriffe erklären.

FASI oder Sifa – das ist hier die Frage

Obwohl man die beiden Abkürzungen FASI und Sifa einfach der „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ zuschreiben könnte, bezeichnen beide Kürzel unterschiedliche Dinge.

Sifa: Laut einer Vereinbarung zwischen Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), den Ländern und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), ist die Abkürzung „Sifa“ die korrekte bezüglich einer Sicherheitsfachkraft, oder Fachkraft für Arbeitssicherheit. Warum? Nun, vermutlich weil der Begriff FASI bereits vergeben war:

FASI: Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e. V. kürzt sich nämlich mit „FASI“ ab. Dieser Verband ist thematisch verwandt; immerhin vertritt er die Anliegen der Experten unter anderem im Arbeitsschutz. Trotzdem ist die eindeutige Begriffsabgrenzung wichtig, um Verwirrungen zu vermeiden.

Welche Aufgaben hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit eigentlich?

In unserem Blogbeitrag „Arbeitssicherheit einfach erklärt“ sind wir bereits auf ein paar Grundlagen im Bereich der Arbeitssicherheit eingegangen. Dazu gehören unter anderem die Zusammensetzung des Bereichs in Grund- bzw. Regelbetreuung und anlass-, bzw. betriebsspezifischer Betreuung.

Während sich – je nach Unternehmensgröße – der Unternehmer selbst um die Grundbetreuung kümmern kann, benötigt er mindestens für die spezifischere anlassbezogene Betreuung eine Person vom Fach. Das sind in der Regel Ingenieure, Meister oder Techniker, die über das notwendige sicherheitstechnische Know-how verfügen – die Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Sie beraten den Unternehmer, decken sicherheitstechnische Mängel auf, lassen diese beheben, führen Kontrollen durch und helfen bei Unterweisungen. Auch der Betriebsarzt, der eine besondere arbeitsmedizinische Ausbildung hat, berät den Unternehmer rund um den Gesundheitsschutz und führt die notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen durch.

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Sifa und Sicherheitsbeauftragter: Gleiche Mission, aber nicht dasselbe

Eine besondere Stellung im Netzwerk Arbeitsschutz nimmt der „Sicherheitsbeauftragte“ ein. Er muss in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten bestellt werden. Diese Mitarbeiter sind besonders geschult und setzen sich als „Kollegen unter Kollegen“ für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ein. Sie weisen beispielsweise auf Sicherheitsprobleme hin und machen Verbesserungsvorschläge. Sie tragen jedoch keine zusätzliche Verantwortung und dürfen auch keine Anweisungen und Anordnungen geben. Natürlich sollten gerade sie durch ihr Verhalten für ihre Kollegen ein gutes Vorbild sein.

Zusammenfassung:

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Maria Leitner

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