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ADR Bedeutung: Was besagt das ADR Übereinkommen?

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Sie fragen sich, wofür die Abkürzung ADR steht? In diesem Artikel erhalten Sie alle wichtigen Informationen über das ADR Abkommen, seine Definition und seine Bedeutung für Gefahrguttransporte.

ADR Übereinkommen: Definition

Das sogenannte ADR Übereinkommen (Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route) vereint in sich alle Regeln, die es für Gefahrguttransporte auf der Straße aktuell gibt.

Wofür steht die Abkürzung ADR?

Und zwar lautet der Begriff ausgeschrieben etwas unhandlich für ungeübte: „Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route“, was so viel bedeutet wie „Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“. Heute sind alle EU-Mitglieder auch Unterzeichner der ADR.

Übrigens: Zwar handelte es sich ursprünglich tatsächlich um ein europäisches Abkommen, mittlerweile haben sich aber auch viele Länder außerhalb Europas angeschlossen was dazu führt, dass das Wort europäisch wird mit den der neuesten Ausgabe des ADR gestrichen wird.

Was versteht man unter ADR im Detail?

Beim Transport von Gefahrgütern gibt es bestimmte Anforderungen, die gemäß ADR erfüllt werden müssen. Diese ADR-Vorschriften beziehen sich auf die eingesetzten Fahrzeuge, die Fahrer und diejenigen, die nicht an der Beförderung von Gefahrgut beteiligt sind. Das ADR zielt auf die Umsetzung praktischer Maßnahmen ab, die wichtig sind, wenn es darum geht, Risiken zu verringern und zu vermeiden. Die ADR-Anforderungen sollen sicherstellen, dass die beförderten Güter sicher sind und andere nicht gefährden.

Alle Lkw-Fahrer, die Gefahrgut transportieren, benötigen eine ADR Unterweisung. Sie ist fünf Jahre lang gültig und verfällt dann automatisch, wenn sie nicht vor Ablauf erneuert wird. Dazu muss der Fahrer einen Auffrischungskurs absolvieren.

Jedes Unternehmen, das regelmäßig Gefahrgut transportiert, braucht mindestens einen Gefahrgutbeauftragten. Er oder sie ist dafür verantwortlich, dass die Vorschriften und Anforderungen in Bezug auf Gefahrgut eingehalten werden.

Jeder LKW, der Gefahrgut transportiert, benötigt eine spezielle Ausrüstung. Dazu gehören die Kennzeichnung zum Gefahrguttransport mit Warntafeln. Orangefarbene Warntafeln am Heck eines Lkw zeigen an, ob der Lkw Gefahrgut gemäß ADR transportiert und, wenn ja, welche Art.

Inhalt des ADR

Die Bestimmungen des ADR, die für die unterzeichnenden Mitgliedsstaaten verbindlich sind, sind in Band I und Band II unterteilt. Sie umfassen insgesamt neun Teile, die die internationale Beförderung von Gefahrgut regeln.

  • Teil 1 des ADR – Allgemeine Vorschriften
  • Teil 2 des ADR – Klassifizierung: Gefahrgutklassen (ADR-Klassen)
  • Teil 3 des ADR – Liste der gefährlichen Güter, Sonderbestimmungen und Freistellungen in Bezug auf die Beförderung von in begrenzten Mengen verpackten gefährlichen Gütern
  • Teil 4 des ADR – Vorschriften für die Verwendung von Verpackungen und Tanks
  • Teil 5 des ADR – Vorschriften für die Beförderung der Güter
  • Teil 6 des ADR – Bau und Prüfung von Verpackungen und Tanks
  • Teil 7 des ADR – Vorschriften für die Beförderung, das Beladen, das Entladen und die Handhabung der Güter
  • Teil 8 des ADR – Vorschriften für die Fahrzeugbesatzung, die Ausrüstung, den Betrieb der Fahrzeuge und die Dokumentation
  • Teil 9 des ADR – Vorschriften für den Bau und die Zulassung von Fahrzeugen.

Die Vorschriften beschreiben in erster Linie, wie die zu befördernden Güter als Gefahrgut einzustufen sind und welche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen sind. An idieser Stelle ist auch die 1000 Punkte Regel zu beachten.

Warum gibt es die ADR Vorschriften beim Gefahrgut?

Der Transport gefährlicher Güter muss geregelt werden, um Unfälle mit Personen oder Sachen sowie Schäden an der Umwelt, den verwendeten Transportmitteln oder anderen Gütern so weit wie möglich zu vermeiden.

Da es jedoch in jedem Land und für jede Transportart unterschiedliche Vorschriften und Definitionen gibt, würde ein internationaler Verkehr von Chemikalien und Gefahrgütern ernsthaft behindert, wenn nicht sogar unmöglich und unsicher gemacht, wen dieser nicht einheitlich geregelt ist. Darüber hinaus unterliegt Gefahrgut auch anderen Vorschriften, wie z.B. Arbeitsschutz-, Verbraucherschutz-, Lagerungs- und Umweltschutzvorschriften.

Quelle:

https://unece.org/about-adr

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