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Orangefarbene Warntafeln am Fahrzeug

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Wahrscheinlich haben Sie die orangefarbene Warntafel schon einmal gesehen, als Sie auf der Autobahn fuhren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sie auf der Straße Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen, mit einer orangefarbenen Warntafel an der (vorderen und hinteren) Seite des Fahrzeugs sehen. In diesem Artikel erfahren Sie, was die Warnschilder bedeuten und wofür die Zahlen auf dem Schild stehen.

Wie sehen die Warntafeln am Fahrzeug aus?

Die orangefarbene Warntafel ist rechteckig und muss 300 mm x 400 mm groß sein, die Schrifthöhe 100 mm betragen, die Strichbreite 15 mm.

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Es gibt dabei zwei verschiedene Varianten:

Leere orangefarbene Tafel: Eine leere Gefahrentafel wird verwendet, wenn gefährliche Güter in Form von Versandstücken (z.B. Fässer, Kisten usw.) transportiert werden, die jeweils mit einer Kennzeichnung versehen sind. In diesem Fall weist die orange-rote Warntafel darauf hin, dass das Fahrzeug mit Gefahrgut beladen ist und nähere Informationen dazu auf den Versandstücken zu finden sind.

Mit zwei übereinander angeordneten Zahlencodes in schwarzer Farbe: Wenn gefährliche Güter unverpackt befördert werden (z.B. in loser Schüttung oder im Tank), sind die Warntafeln mit zwei übereinander angeordneten Zahlencodes versehen.

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Die oberen Zahlen weisen auf die Gefahren hin (Gefahrennummer; alt: Kemler-Nummer, engl. hazard identification number). Sie besteht aus 2 oder 3 Ziffern, gegebenenfalls mit vorangestelltem Buchstaben «X». siehe ADR Unterabschnitt 5.3.2.3).

Die erste Ziffer der oberen Zahl steht für die Hauptgefahr eines gefährlichen Stoffes:

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Wenn diese Ziffer verdoppelt wird, deutet das auf eine Verschärfung der entsprechenden Gefahr hin Beispiel: 66 – sehr giftiger Stoff). Falls die Gefahren eines Stoffes ausschließlich aus der Hauptgefahr bestehen, wird als zweite Ziffer eine „0“ hinzugefügt (Beispiel: 70 – radioaktiver Stoff). Tritt bei bestimmten Stoffen zusätzlich zur Hauptgefahr noch eine Nebengefahr auf, werden die Ziffern der entsprechenden Nebengefahr hinzugefügt (Beispiel: 856 – ätzender oder schwachätzender Stoff, oxidierend und giftig).

Wenn der Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr der Buchstabe „X“ vorangestellt ist, bedeutet dies, dass der Stoff gefährlich auf Wasser reagiert.

Die Gefährdung ist umso größer, je mehr Ziffern vorhanden sind. Eine Verdoppelung der Ziffer zeigt die Zunahme der entsprechenden Gefahr an. Die „9“ weist auf die Gefahr einer spontanen Reaktion hin.

Die untere Zahl ist die UN-Nummer zur Identifizierung des zu befördernden Stoffes.

Welche Bedeutung haben orangefarbene Warntafeln an einem Fahrzeug?

Es handelt sich um einen Gefahrguttransport. Transportfahrzeuge, die Gefahrgut befördern, sind mit (mindestens) zwei rechteckigen, vertikal angebrachten und orangefarbenen Tafeln am hinteren Teil des Fahrzeugs zu kennzeichnen.

Welche Funktion erfüllt die orangefarbene Warntafel?

Die Warntafel ist, so wie es das Wort schon aussagt, eine Warnung, dass in diesem Fahrzeug Gefahrgut in nicht unerheblicher Menge und Gefährlichkeit transportiert wird. Sie ist insbesondere für die Rettungskräfte – und hier besonders für die Feuerwehr – von erheblicher Bedeutung. Somit schützt sie die Gesundheit und das Leben von Menschen, die anderen Menschen (und unserer Umwelt) helfen wollen.

Wann muss die orangefarbene Warntafel geöffnet werden?

Die Tafel muss immer geöffnet werden, wenn das Fahrzeug mehr als 1.000 Punkte befördert. Wenn es weniger als 1.000 Punkte befördert, kann die Warntafel geöffnet werden – sie muss es jedoch nicht. Mit unserem 1.000 Punkte-Rechner können Sie ganz einfach berechnen, wann die orangefarbene Warntafel geöffnet werden muss. Mehr zur 1.000 Punkte Regel lesen Sie auch hier.

Hinweise zur Kennzeichnung der Gefahr nach 5.3 ADR

  • Absatz 5.3.2.1.1: Transporteinheiten, die gefährliche Güter befördern, sind mit zwei rechteckigen vertikalen orangefarbenen Tafeln gemäß 5.3.2.2.1 zu kennzeichnen. Sie müssen an der Vorder- und Rückseite der Transporteinheit senkrecht zur Längsrichtung deutlich sichtbar angebracht werden. Wenn Tanks gemäß Absatz 5.3.2.1.3 des ADR gekennzeichnet sind, muss die Orangefarbene Warntafel dem gefährlichsten im Tank beförderten Stoff entsprechen.
  • Absatz 5.3.2.1.8: Orangefarbene Warntafeln, die sich nicht auf die beförderten gefährlichen Güter oder deren Rückstände beziehen, müssen entfernt oder abgedeckt werden. Sind Schilder abgedeckt, muss die Abdeckung vollständig und nach 15 Minuten Feuereinwirkung noch wirksam sein.
  • Absatz 5.3.2.2.5: Ist die orangefarbene Warntafel an Klapptafeln angebracht, müssen diese so gestaltet und gesichert sein, dass ein Umklappen oder Lösen von der Halterung während der Beförderung (besonders durch Stöße und unbeabsichtigte Einwirkungen) verhindert wird.

Achten Sie bereits bei der Anschaffung des Fahrzeuges darauf, dass die richtigen Warntafeln, in der richtigen Größe befestigt werden (können). Zudem gilt es darauf zu achten, dass die Warntafel am Fahrzeug gut befestig wird. Die Kühlergrille sind in der Regel aus Plastik, sodass die geforderte Beständigkeit bei Feuer nicht gegeben ist. Das führt möglicherweise im Nachhinein zu teuren Reparaturen, weil die Tafel dann am Kühler oder am Fahrzeugchassis angebracht werden muss.

Welche Strafen drohen bei fehlender Warntafel?

In Bezug auf orangefarbene Warntafeln drohen allen, die an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt sind, die folgenden Bußgelder:

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Bei einem Verkehrsunfall muss der Leitstelle sofort mitgeteilt werden, dass es sich um Fahrzeuge mit gefährlichen Stoffen handelt.

Fazit

Die orangefarbene Warntafel zeigt an, dass gefährliche Güter transportiert werden. Grundlage dafür sind die ADR-Vorschriften zum Gefahrguttransport. Die Ziffern auf der Tafel informieren über die transportierten Güter sowie deren Gefährlichkeit. Bei nicht vorhandener oder falscher Kennzeichnung der Gefahr drohen Geldstrafen.

Damit Sie sich im Dschungel der Vorschriften zurechtfinden und teure Fehler beim Gefahrguttransport vermeiden, kann Ihnen ProSafeCon Experten für sämtliche Bereiche und Gefahrguttransporte zur Seite stellen.

ProSafeCon bietet Ihnen:

  • Gefahrgutberatung (ADR, ADN, IMDG, RID),
  • Schulungen und Unterweisungen (z.B. nach ADR 1.3.) für Mitarbeiter und Fahrer

Ein externer Gefahrgutbeauftragter von ProSafeCon senkt Ihre Kosten vor allem dann, wenn Sie nur gelegentlich Gefahrgut und gefährliche Stoffe transportieren.

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Quellen:

ADR 5.3.2

https://www.bgrci.de/fachwissen-portal/themenspektrum/gefahrguttransport/kennzeichnung-und-bezettelung/

https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/Gefahrgut/gefahrgut-kennzeichnungen.html

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