Was ist IMDG 1.3?
Wer gefährliche Güter im Seeverkehr transportiert, kommt am IMDG-Code (International Maritime Dangerous Goods Code) nicht vorbei. Dieses internationale Regelwerk wird von der International Maritime Organization (IMO) herausgegeben und sorgt dafür, dass Gefahrgut weltweit nach denselben Sicherheitsstandards verpackt, gekennzeichnet, verladen und transportiert wird.
Kapitel 1.3 des IMDG-Codes ist besonders wichtig: Es schreibt vor, dass alle Personen an Land, die direkt oder indirekt am Transport gefährlicher Güter auf See beteiligt sind, eine IMDG 1.3 Schulung absolvieren müssen. Das gilt unabhängig davon, ob man selbst Container packt, Gefahrgutdokumente erstellt oder Aufträge im Büro vorbereitet. Ziel ist es, Risiken zu erkennen und Unfälle zu vermeiden, bevor sie entstehen.
Rechtliche Anforderungen und Grundlagen
Die Schulungspflicht nach IMDG 1.3 ist keine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Sie basiert auf internationalen Abkommen wie dem SOLAS-Übereinkommen (Safety of Life at Sea) und dem MARPOL-Übereinkommen (Verhütung der Meeresverschmutzung).
In Deutschland ist diese Pflicht für Shore-Side Personnel im nationalen Gefahrgutrecht verankert. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle relevanten Mitarbeitenden vor Aufnahme ihrer Tätigkeit eine IMDG Code Schulung erhalten und diese regelmäßig auffrischen. Schulungsnachweise sind aufzubewahren und müssen bei Kontrollen durch Hafenbehörden oder Reedereien vorgelegt werden. Fehlende Qualifikation kann nicht nur Bußgelder, sondern auch Lieferkettenprobleme verursachen.
Wer muss geschult werden?
Die Pflicht zur IMDG 1.3 Unterweisung betrifft zahlreiche Rollen im Unternehmen – nicht nur Gefahrgutbeauftragte. Dazu zählen Versandmitarbeiter, Verpacker, Lagerpersonal, Spediteure, Verlader und Sachbearbeiter, die Gefahrgutsendungen organisieren oder dokumentieren.
Kurz gesagt: Jede Person, die eine Aufgabe im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter im Seeverkehr übernimmt, benötigt diese Schulung. Auch wer „nur“ Gefahrzettel anbringt oder Dokumente erstellt, muss geschult sein – kleine Fehler können im Gefahrguttransport große Folgen haben.
Fehlende Schulung – welche Konsequenzen drohen?
Wer die IMDG Code 1.3 Vorschriften ignoriert, riskiert rechtliche und praktische Probleme. Behörden können Bußgelder verhängen, Reedereien können den Transport verweigern und im schlimmsten Fall kommt es zu einem Gefahrgutunfall mit Risiken für Mensch, Umwelt und Eigentum.
Nach einem Vorfall prüfen Ermittler, ob die Beteiligten ausreichend qualifiziert waren. Fehlt der Schulungsnachweis, drohen erhöhte Strafen, Schadensersatzforderungen und erhebliche Imageschäden.
Was lernt man in einer IMDG 1.3 Schulung?
Eine professionelle IMDG Code Schulung vermittelt praxisnahes Wissen und geht weit über das reine Vorlesen von Vorschriften hinaus. Typische Inhalte sind:
- Gefahrgutklassifizierung (Klassen 1–9)
- Verpackungsvorschriften & Verpackungsgruppen, damit gefährliche Güter sicher und vorschriftsgemäß transportiert werden.
- Kennzeichnung & Gefahrzettel gemäß den Vorgaben für den Seeverkehr.
- Dokumentation wie IMO-Erklärung oder Multimodal Dangerous Goods Form.
- Trenn- und Ladevorschriften zur Vermeidung von Unverträglichkeiten an Bord.
- Verantwortlichkeiten von Absendern, Verpackern und Befrachtern.
- CTU-Code für die sichere Beladung von Containern.
- Sonderregelungen für Lithiumbatterien und den Versand in „Limited Quantities“.
Diese Themen sind explizit in der Schulung von ProSafeCon enthalten und entsprechen den Vorgaben des IMDG-Codes
Best-Case vs. Worst-Case: Warum sich Schulung lohnt
Best Case:
Gut geschulte Mitarbeitende bereiten Gefahrgutsendungen korrekt vor, kennzeichnen richtig und erstellen vollständige Dokumente. Transporte verlaufen ohne Verzögerungen, Reedereien arbeiten gerne mit dem Unternehmen zusammen und die Sicherheitsstandards werden eingehalten.
Worst Case:
Ungeschultes Personal macht Fehler bei der Gefahrgutkennzeichnung oder Dokumentation. Container werden abgelehnt, Transporte verzögern sich und es kann zu gefährlichen Zwischenfällen kommen – mit teuren Folgen.
Die Online-Schulung von ProSafeCon
Die ProSafeCon IMDG 1.3 Online-Schulung bietet eine schnelle, praxisnahe und flexible Möglichkeit, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Vorteile:
- Online-Teilnahme – ortsunabhängig
- Dauer: ca. 2 Stunden
- Dozentenunterstützung + Abschlusstest
- Offizielles Zertifikat als Nachweis
- Alle Inhalte des IMDG-Codes Kapitel 1.3 enthalten
Direkt zur Schulung: IMDG Code 1.3 Schulung – ProSafeCon
Fazit
Die IMDG 1.3 Schulung ist ein zentraler Bestandteil der Gefahrgutunterweisung im Seeverkehr. Sie schützt Unternehmen vor Bußgeldern und Risiken, sorgt für reibungslose Abläufe und trägt zur Sicherheit von Mensch und Umwelt bei.
Quellen:
- IMO – Dangerous Goods: https://www.imo.org/en/ourwork/safety/pages/dangerousgoods-default.aspx
- IMDG Code Amendment 42-24 – Kapitel 1.3: https://www.currieassociates.com/wp-content/uploads/2025/03/chapter-1.3.pdf
- ProSafeCon – IMDG Code 1.3 Schulung