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Brandklassen in der Übersicht – Feuerlöscher nach Brandklasse A, B, C, D und F

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Jeder Brand kann nach der brennenden Substanz in die Brandklassen A, B, C, D und F eingeteilt werden. Diese Einteilung dient zunächst der Auswahl geeigneter Löschmittel, wie z.B. Feuerlöscher, aber auch für Löschmittel, die von der Feuerwehr eingesetzt werden. Jede Brandklasse steht für bestimmte Materialeigenschaften. Sachverständige wissen, welches Löschmittel je nach Brandklasse zu verwenden ist. Beispielsweise kann nicht jedes Feuer mit Wasser gelöscht werden. Im Gegenteil, in einigen Situationen würde Wasser den Brand sogar noch verstärken und und zur erheblichen Ausbreitung des Feuers beitragen!

Das Verständnis der verschiedenen Brandklassen kann Ihnen helfen, die größten Brandrisiken in Ihrer Firma zu bestimmen, entsprechend den vorhandenen Brennstoffen und Brandgefahren, und herauszufinden, wie Sie sich im Falle eines Brandes am besten vorbereiten können.

In unserer Brandklassen Tabelle finden Sie die Einteilung von Bränden in die Brandklassen A-F gemäß der Europäischen Norm EN 2 und geeignete Löschmittel.

Welche Brandklassen gibt es?

Nach der Norm DIN EN 2 werden Feuerlöscher in verschiedene Brandklassen eingeteilt. Auch die verschiedenen Löschmittel sind diesen Klassen zugeordnet. Hier gibt es eine Unterteilung in die Brandklassen A, B, C, D und F. Die Brandklasse E wurde jedoch abgeschafft. Warum, erfahren Sie auch hier. Erfahren Sie alles Wichtige zum Thema Brandklassen.

Brandklassen Tabelle

Die Einteilung von Bränden in einzelne Brandklassen nach der europäischen Norm EN 2 (Stand: Januar 2005) hilft bei der Auswahl geeigneter Löschmittel. In der DIN EN 2 werden brennende Stoffe in fünf Brandklassen eingeteilt. Mit dieser Tabelle bekommen Sie eine schnelle Übersicht:

Brandklasse A

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Brände der Klasse A kommen am häufigsten vor. Sie entstehen, wenn gängige brennbare Materialien wie Holz, Papier, Stoffe, Müll, leichte Kunststoffe und Stoffe organischer Natur Feuer fangen. Diese unfallbedingten Brände können in einer Vielzahl von Branchen auftreten. Daher wird empfohlen, zusätzlich zu den anderen bedingungsspezifischen Bränden einen angemessenen Schutz gegen „gewöhnliche“ Brände zu haben.

Obwohl es sich um „gewöhnliche“ Brände handelt, sollten Sie diese Art von Bränden nicht als risikoarm einstufen. Wenn reichlich Brennmaterial vorhanden ist, können sich diese Brände schnell ausbreiten.

Geeignete Löschmittel zur Brandbekämpfung für Stoffe der Brandklasse A: Wasserlöscher, ABC-Löschpulver und Schaumlöscher. Pulverlöscher sollten Sie bei dieser Klasse jedoch nur als ABC-Feuerlöscher verwenden, da sie ein Glutpulver enthalten.

Brandklasse B

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Die Brandklasse B umfasst alle flüssigen, brennbaren Stoffe sowie Stoffe, die durch Hitzeeinwirkung flüssig werden. Stoffe der Klasse B brennen nur mit Flammen. Sie erzeugen keine Glut. Sie dürfen Stoffe der Brandklasse B niemals mit Wasser löschen, da das Wasser verdampfen würde und es durch die brennende Flüssigkeit es zu einer Verpuffung käme.

Geeignete Löschmittel für die Brandklasse B: Schaumlöscher, ABC-Pulverlöscher, Pulverlöscher (mit Glutbrandpulver), Kohlendioxid- Löscher (CO2).

Brandklasse C

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Zur Brandklasse C gehören alle brennbaren Gase. Diese Stoffe erzeugen keine Glut, sondern brennen ausschließlich unter Bildung von Flammen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Gasbrände nicht mit Wasser, Schaum oder Kohlendioxid (CO2) gelöscht werden können. Diese Löschmittel sind für Gasbrände nutzlos.

Geeignete Löschmittel für die Brandbekämpfung der Brandklasse C: Pulverlöscher (mit Glutbrandpulver), Pulverlöscher (mit Spezialpulver).

Brandklasse D

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Brände der Klasse D kommen nicht so häufig vor wie die anderen Klassen. Sie erfordern jedoch besondere Aufmerksamkeit, da sie besonders schwer zu löschen sein können. Bei metallischen Bränden handelt es sich um entflammbare Materialien wie Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Lithium. Diese Metalle brennen ausschließlich bei sehr hohen Temperaturen und sind deshalb schwer löschbar.

Geeignete Löschmittel für die Brandklasse D: Pulverlöscher (mit Metallbrandpulver), trockener Sand, trockenes Zementpulver oder trockenes Streu- oder Viehsalz.

Brandklasse E

Die Brandklasse E ist inzwischen abgeschafft worden. Sie war ursprünglich für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis zu 1.000 Volt) gedacht. Sie wurde allerdings schon vor der europaweiten Einführung der Norm EN2 gestrichen. Schließlich können alle Feuerlöscher in Niederspannungsanlagen verwendet werden, vorausgesetzt, der auf dem Feuerlöscher aufgedruckte Sicherheitsabstand wird eingehalten. Auf alten Feuerlöschern kann noch die Klassifikation E aufgedruckt sein.

Brandklasse F

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Die Brandklasse F umfasst Brände von Speisefetten und -ölen, die im Alltag typischerweise in Küchen auftreten. Aufgrund der großen Gefahr, die von diesen Stoffen ausgeht, wurde die Klasse F im Jahr 2005 in die Klassifizierung der EN 2 aufgenommen. Im Brandfall darf Fett niemals mit Wasser gelöscht werden.

Geeignete Löschmittel bei Stoffen der Klasse F: Fettbrandlöschmittel.

Wie Sie ein externer Brandschutzbeauftragter unterstützen kann

Ein externer Brandschutzbeauftragter von ProSafeCon kann als zentraler Ansprechpartner für alle Fragen des Brandschutzes im Unternehmen fungieren. Wir beraten und unterstützen Sie in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes.



Quellen:

https://www.baunormenlexikon.de/norm/din-en-2/36c5bf66-0db8-475d-b804-c01ee30207a0

https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/ASR/pdf/ASR-A2-2.pdf?__blob=publicationFile

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