Heilen helfen – Gefahrgut im Gesundheitswesen.

Wo auch Kliniken und andere Einrichtungen mit gefährlichen Gütern in Berührung kommen

Was hat Gefahrgut mit Gesundheit zu tun? Im folgenden Betrag möchten wir Ihnen erklären, wo Sie im Gesundheitswesen mit Gefahrgut Berührung haben und warum es sich auch finanziell lohnen kann, sich dieses Themas anzunehmen.

Im Gesundheitswesen konzentriert man sich auf den Patienten. Und das ist auch gut so.

Im Rahmen von Diagnostik und Therapie kommen viele Stoffe und Gegenstände zum Einsatz, die auf dem Transportweg als Gefahrgüter gelten. Im medizinischen Alltag ist der Umgang mit Probenmaterial, diversen Desinfektions- und Reinigungsmitteln, medizinischen Gasen und Akkus bzw. Batterien, die für Ausfallsicherheit und Mobilität sorgen, Normalität – auf dem Transportweg aber Gefahrgut. Die aus der Behandlung resultierenden Abfälle sind in vielen Fällen dabei ebenso Gefahrgut, wie gebrauchte Instrumente auf dem Weg zur Aufbereitung.

Gefahrguttransporte werden mehr – bleiben aber Nebenschauplatz

Gleichzeitig kommt es auch im Gesundheitswesen in den letzten Jahren zunehmend zur Konzentration von Fähigkeiten und Leistungen durch Zusammenschlüsse oder externe Dienstleister. Standorte schließen sich bei zentralen Lägern / Logistikzentren zusammen, Instrumente werden zentral aufbereitet, Einkaufsgenossenschaften gebildet, Groß- und Speziallabore übernehmen gesammelt Analyseprozesse. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass im Gesundheitswesen immer mehr Gefahrgüter transportiert werden müssen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Dabei ist vielen Einrichtungen gar nicht bewusst, dass sie aufgrund ihrer Transportbeteiligung einen Gefahrgutbeauftragten bestellen müssen. Andere wiederum wissen, dass sie aufgrund der Freistellungen in §2 GbV (Definition von Ausnahmen) keinen Gefahrgutbeauftragten bestellen müssen, setzen diese Ausnahmeregelung aber fälschlicherweise mit einer Freistellung von der Einhaltung gefahrgutrechtlicher Vorschriften gleich. Sich permanent ändernde Rechts- und Verwaltungsvorschriften, mit denen Einrichtungen im Gesundheitswesen konfrontiert sind, machen die Situation zusätzlich unübersichtlich. So ist es nicht verwunderlich, dass Gefahrgutrecht häufig eine untergeordnete Rolle spielt.

Benötigen Sie einen Gefahrgutbeauftragten? Machen Sie den Test!

Wenn Gefahrgut teuer wird

Bei einer Kontrollaktion der bayerischen Gewerbeaufsicht im Jahr 2016 wurde bei der Überprüfung von Einrichtungen im Gesundheitswesen in 80% der Prüfungen festgestellt, dass die Verantwortlichkeiten als Absender, Verpacker, Verlader, Beförderer und Empfänger nicht eindeutig geregelt waren oder die Bedeutung dieser Verantwortung nicht bewusst war; bei 69% der Kontrollen kam es aufgrund erheblicher Mängel zu schriftlichen Auflagen.

Auch in anderen Bundesländern stellen die Überwachungsbehörden regelmäßig Verstöße fest. Fehler beim Umgang mit Gefahrgütern gefährden unnötig die Gesundheit oder sogar das Leben der Beteiligten. Dazu kosten sie nicht nur Zeit und Nerven, sondern drücken bei Strafen noch zusätzlich auf die angespannte Budgetsituation. Dies lässt sich oft bereits mit einfachen Maßnahmen verhindern.

Wir helfen Ihnen gerne Risiken zu vermeiden und zeigen, wie man Fehler ausschaltet. Nehmen Sie Kontakt auf!

Zusammenfassung

1. Probenmaterial, Desinfektions- und Reinigungsmittel, medizinischen Gasen: Im medizinischen Alltag „normal“, aber beim Transport Gefahrgut!

2. Die Konsolidierung von Prozessen für mehrere Standorte erfordert meist mehr Transport und damit auch mehr Transport von gefährlichen Gütern

3. Vielen Einrichtungen ist nicht bewusst, dass sie einen Gefahrgutbeauftragten bestellen müssen. Sie sind sich unsicher? Machen Sie den Test!

4. Selbst wenn aufgrund einer Ausnahmeregelung kein Gefahrgutbeauftragter bestellt werden muss, sind Gefahrgutvorschriften zu beachten. Oft wird mindestens eine Unterweisung benötigt – hier erfahren Sie mehr

5. Fehler und Verstöße sind nicht nur gefährlich, sondern auch teuer. Wir unterstützen Sie gerne!

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Thomas Strigel

Thomas Strigel

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